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Motorsport Ractimm

Scholly´s Motorsport
Wir unterstützung Tim Böhme (Ractimm) und sein Team! 

"Ich heiße Tim Böhme und bin 1996 geboren. Derzeit bin ich Student und studiere Geographie und Sozialwissenschaften im Bachelor CS in Vechta.



Wie bist du zum Motorrad fahren gekommen?


Mit 10 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Moped. Dank der Familie meiner Mutter stand ich schon früh in Kontakt zu Motorrädern. Meine Jugend habe ich dann legal auf Mofas und Mopeds verbracht. Mit 18 Jahren habe ich zu meinem Geburtstag meine erste große Maschine bekommen: Eine Suzuki DR 650. Ein halbes Jahr später bin ich die Supersportler eines Freundes Probe gefahren und dann war es um mich geschehen. Eine 1000er musste her, das war klar! Ich kaufte mir eine Aprilia RSV 1000 ME von 1999. Ab da begann die Reise…


Wie bist du zu dem Rennstreckensport gekommen?


2016 ging es für mich das erste Mal auf die Rennstrecke nach Most. Ich war begeistert und nahm mir vor, dieses jedes Jahr zu machen. Anfang 2017 hatte meine Mama einen Vorschlag und wir schlossen daraufhin einen Deal. Ich fahre weniger und langsamer auf der Straße (Motorrad), dafür spendiert sie mir ab und zu Rennstreckentermine. 
Nachdem ich Mitte 2017 das 2. Mal in Most war, fuhr ich noch 2 mal zum Sachsenring, für mich eine unbekannte Strecke. 
Bei dem ersten Sachsenring-Termin war das Wetter leider nicht wirklich gut. Ich fuhr das erste Mal auf Regenreifen im Regen. Und auf Anhieb war ich 16. von 135 Fahrern. Ich war wirklich überrascht und dachte mir, dass das nicht einfach Zufall sein kann. Der 2. Sachsenring-Termin verlief genau so gut. Zum Winter hin entschied ich für mich, nur noch auf der Rennstrecke zu fahren. Mein Ziel: Ich möchte ganz nach oben!


Das Jahr 2018 nutzte ich als Aufbaujahr. Ein Jahr, in dem ich andere Strecken kennenlerne, mich selbst verbessere und mich nur auf das Rennstrecken fahren konzentriere: Assen, Oschersleben, Sachsenring, Most, Zandvoort, Groß Dölln. Auch hier stellten sich Erfolge ein: Mehrere 3. und 4. Plätze, immer im oberen Viertel bei den Zeiten. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg."


2019 - Deine erste Meisterschaft?


Dieses Jahr nehme ich an der German Moto Masters Rennserie teil. Eine Rennserie die Einem einiges abverlangt, da das Niveau sehr hoch ist aber genau das wollte ich - ich wollte etwas, was mich selber fordert und mich besser macht! Neben der Meisterschaft nehme ich noch an einzelnen Trainings teil um mich selber zu verbessern. 


Du hattest einen holprigen Start in die Meisterschaft?


Aktuell sind schon 4 Läufe der GMM vergangen und meine Saison startete nicht besonders gut. 


Die erste beiden Läufe in Brünn musste ich mit einer komplett serienmäßigen und fremden BMW S1000RR fahren, da mein eigentliches Motorrad, eine Aprilia RSV4, noch in der Werkstatt war. Nichts desto trotz waren die Ergebnisse für die nicht optimalen Umstände ganz okay und so konnte ich im ersten Rennen auf den 18. Platz von 32 Startern fahren und in der separaten Rookiewertung stand ich auf dem 5. Platz. Im zweiten Rennen lief es schon ein wenig besser und mit einer persönlichen Bestzeit von 2.16min konnte ich auf den 14. Platz vorfahren. Mein persönliches Highlight war der 4. Platz in der Rookiewertung, auf den ich sehr stolz war!


Wie kamst du zu Schollys? 


3 Wochen später stand das erste freie Training in Oschersleben an. Die RSV4 war endlich wieder fertig aber die Freude hielt nicht lange. Getriebe- und Elektronikprobleme machten mir einen Strich durch die Rechnung. 


Die Entscheidung stand fest: Ein neues Motorrad muss her! Und so kam ich zu Schollys nach Kirchlinteln…


Ich fuhr am 14. Mai zu Schollys und sprach mit Michael Dietrich. Wir unterhielten uns gut und kurz darauf fuhr ich die Yamaha R1 Probe. Michael war von meinem Rennsport begeistert und nach meiner Kaufentscheidung brachte er mir, zusammen mit seinem Sohn Kevin (Werkstattleiter bei Schollys), die R1 persönlich vorbei. Neben der Freude über das neue Motorrad erzählte mir Michael auch, dass mich Schollys gerne in meinem Vorhaben rund um meinem Rennsport gerne unterstützen möchte - wow, ich war sprachlos!!


Ein neuer Abschnitt beginnt....


German Moto Masters Lauf 3 & 4 in Most. Erster Termin mit meiner neuen Yamaha YZF-R1

Am 24. bis 26. Mai ging es für mich nach Most zum 3. und 4. Lauf der German Moto Masters Rennserie. Mit im Gepäck meine neue Yamaha R1. Nach der Anlieferung durch Schollys Motorrad GmbH ging es für mich am selben Abend sofort an den Rennumbau. Originalverkleidung und überflüssige Elektronik ab und Rennverkleidung ran. Erst einmal ausreichend für den ersten Renntermin.


Die Anfahrt lief problemlos und wir erreichten das Autodrom Most bei strahlendem Sonnenschein. Ein toller Platz und tolle Nachbarn waren gute Voraussetzungen für ein schönes Wochenende!


Dieses Mal ging die Veranstaltung über 3 Tage und somit konnte ich den ersten Tag, Freitag, für ein reines 'Gewöhnen und Testen' nutzen. Das Wetter war klasse und ich gewöhnte mich schnell an die R1 und war einfach nur begeistert. Eine brachiale Leistung, gepaart mit einem wunderbarem Handling! So konnte ich in den letzten Turns am Freitag auch schon eine 1:45er Zeit fahren. Der nächste Morgen startete wieder im Sonnenschein und ich konnte sofort an die Zeit vom Vortag anschließen. Leider konnte ich sie nicht verbessern und ich qualifizierte mich somit mit dem 17. Startplatz (von 32 Startern) für das Rennen am Nachmittag.


Das 1. Rennen stand kurz bevor und das Wetter war wechselhaft. Ich wusste nicht, ob die Strecke durch die Rennen vor mit trocken gefahren wird oder ob es wieder regnen wird. Kurz vor dem Start fing es dann stark zu regnen an. Also Regenreifen raufziehen und ab gings. Ich freute mich irgendwie auf das Regenrennen, denn bei Nässe fahren liegt mir einfach. Direkt nach dem Start konnte ich von dem 17. Platz auf den 4. Platz vorfahren und nach einer Runde überholte ich den Fahrer vor mir. Ich fühlte mich im Regen einfach wohl und drehte Runde für Runde. Am Ende fuhr ich als 3. der Gesamtwertung ins Ziel und war sogar 1. der Rookiewertung!!! Einfach toll und ich freute mich riesig. Meine Bestzeit im Regen lag in dem Regen bei einer 1:59.


Der letzte Tag, Sonntag, startete wieder freundlich und der Wetterbericht versprach für den ganzen Tag gutes Wetter und Temperaturen von über 20 Grad. Also diesmal ein Trockenrennen. In den Turns vor dem Rennen konnte ich meine 45er Zeit noch auf eine 44er Zeit verbessern und somit ging ich mit einem guten Gefühl in das Rennen.


Nach dem Start konnte ich von Platz 17 auf 9 vorfahren. Doch im Laufe des Rennens wurde ich von 3 Fahrern überholt. Diese bremsten mich dann leider aus und aufgrund 4 gelber Sektoren, in denen Überholverbot herrschte, konnte ich sie auch nicht mehr überholen. Am Ende fuhr ich als 12 der Gesamtwertung ins Ziel, in der Rookiewertung war es aber der 3. Platz. Meine Zeit konnte ich auf eine 1:43.5 verbessern und war damit wirklich zufrieden.


Es war ein rundum gelungenes Wochenende an dem ich viel Spaß hatte und eine super Leistung zeigen konnte!


Die beiden Rennen könnt ihr unter folgenden Links noch einmal anschauen.



  1. Rennen (Regen): https://youtu.be/m15OH3dPFT8

  2. Rennen: https://youtu.be/MCfU95jmOik

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Freies Training in Oschersleben nach meinem Sturz bei dem 5. Lauf der German Moto Masters

Bei dem 5. Lauf der German Moto Masters in Oschersleben bin ich leider gleich am Anfang des Rennens gestürzt. Das alles ist ist ziemlich unglücklich gelaufen. Zuvor bin ich mit einer 1:32er Zeit gut dabei gewesen und die Erwartungen waren hoch. Doch leider klappte mir das Vorderrad am Ende der Start/Ziel Geraden weg und so musste ich mir das Rennen vom Kiesbett aus anschauen… 
Naja, gut das ich nun eine Motorradwerkstatt als Partner habe! Ich brauchte die R1 also zu Schollys nach Kirchlinteln und 1,5 Wochen später hatte ich sie fertig und „ready to race“ vor mir. Trotz kurzer Zeit lief alles reibungslos ab - ein riesen DANKESCHÖN für den klasse Service!! 

Von Schollys aus ging es wieder in die Motorsportarena Oschersleben. Diesmal stand keine Cupveranstaltung an, sondern nur ein normales Training. Vielleicht ganz passend nach meinem Sturz vor 1,5 Wochen. 
Ich startete das Trainingswochenende gut und die 1:33er Zeiten kamen fast von selbst. Ich hatte keine Angst und das Vertrauen zum Bike bestand wieder. Natürlich gab es an diesem Wochenende auch wieder ein Rennen. Ich startete das Rennen vom 8 Platz und mein Start lief wieder wunderbar. So fuhr ich gleich auf den 3. Platz vor und konnte diesen sogar kurz halten. Doch dann kam mir ein anderen Pilot immer näher und so musste ich den 3. Platz leider abgeben. Nun stand ich also auf dem 4. Platz und ich wollte diesen auch unbedingt behalten. Aber bloß nicht wieder stürzen, das war mein größtes Ziel. Ein weiterer Pilot kam mir immer näher und so kämpfen wir über 10min, bis zum Ende des Rennens, um den 4. Platz. Am Ende war ich jedoch der stärkere Fahrer und konnte mir den 4. Platz sichern! Ich war wirklich stolz und zufrieden - ein gelungenes Wochenende :-) 
Bestzeit: 1:33.2xxmin


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Team Ractimm sichert sich den 4. Platz bei einem freien Rennen in der 1000er Klasse in Oschersleben.

Team Scholly´s sagt "Herzlichen Glückwunsch".
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German Moto Masters Lauf 6 & 7 am Slovakiaring


Dieses Mal ging es wieder zu einem Meisterschaftslauf. Der Slovakiaring stand auf dem Plan. Die Fahrt war lange aber wir kamen gut an. Die ganze Strecke und das Fahrerlager machten einen super Eindruck. Meine eigenen Erwartungen waren hoch, denn ich wollte unbedingt wieder Punkte für die Meisterschaft sammeln. Der erste Tag lief gut. Die Temperaturen lagen bei weit über 30 Grad und dementsprechend war das ganze Thema um die Reifen auch sehr schwer. Welcher Reifen, welcher Luftdruck, wie teile ich den Reifen richtig ein usw.. Das Streckenlayout war an sich wirklich interessant und gut, die extremen Bodenwellen in den Kurven waren jedoch alles andere als gut. Es war die absolute Hölle! Bei jeder Kurve hatte ich, und auch alle anderen Fahrer, ein dauerhaftes stempeln über das Vorderrad. Das Vertrauen und das Gefühl fehlte also total!!


Am ersten Tag konnte ich mich dann jedoch von einer 2:26 auf eine 2:18 verbessern und war damit zufrieden.


Der zweite Tag startete wirklich gut. Im ersten Turn konnte ich die 2:18 sofort bestätigen und gleich danach machte ich einen riesen Sprung auf eine 2:14,5. Diese Zeit war wirklich super, denn ich stand mit dieser Zeit sofort auf Augenhöhe der Fahrer, die schon jahrelange Erfahrungen haben und die Strecke kennen.


An den zweiten Tag fand auch das erste Rennen statt. Mit meiner 2:14er Zeit stand ich in dem sehr engen Fahrerfeld auf der 12. Startposition und ich hoffte auf ein gutes Rennen. Der Start verlief super und nach kurzer Zeit stand ich auf der 7. Position. Ich fühlte mich auf dem Motorrad wohl, doch die Temperaturen erschwerten das Fahren. Die Bodenwellen in den Kurven und das schmieren der Reifen machten mir dann auch einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor der Start/ Ziel Geraden fing mein Reifen beim anbremsen an zu rutschen. Ich löste die Bremse leicht um nicht über das Vorderrad zu stürzen. Trotz gelöster Bremse rutschte ich weiter und dank einer Bodenwelle klappte dann mein Vorderrad weg. Wieder ein Sturz - ich war stinksauer…


Nach dem Rennen wollte ich alles zusammen packen und fahren. Das zweite Rennen am nächsten Tag war mir egal. Doch es kamen einige Freunde zu mir, inklusive meiner Freundin, und sprachen gut auf mich ein. Zusammen bauten wir innerhalb von 7 Stunden das Motorrad wieder auf und so konnte ich am nächsten Tag, beim zweiten Rennen, teilnehmen.


Das zweite Rennen lief solide ab. Ich fuhr ziemlich locker, da ich mittlerweile viel Respekt vor den Bodenwellen hatte und keinen weiteren Sturz riskieren wollte. Ich fuhr in dem Rennen eine konstante 2:16er Zeit und fuhr am Ende auf dem 14. Platz ins Ziel. Keine Meisterleistung und sicherlich nicht so gut wie am Vortag aber dafür habe ich 2 Punkte für die Wertung mitgenommen.


Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass die Bodenwellen am Sturz Schuld waren. Etwa 50% des Fahrerlagers sind wegen diesen gestürzt… Nicht schön und ich denke auch, dass es für mich das erste und letzte Mal Slovakiaring war.


Mit einer 2:14,5 kann ich aber wirklich zufrieden sein!

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Telefon 0049 (0)4236 / 687
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